Städtetrip Bamberg

Inmitten des bayrischen Oberfranken gelegen, lockt das UNESCO-Weltkulturerbe Bamberg jährlich Scharen an Besuchern an. Über 1.000 Jahre Geschichte sind zu bestaunen. Es findet sich eine wunderschöne historische Altstadt, unzählige teils Jahrhunderte alte Häuser, Kloster, Burgen und Schlösser, Dom, Kirchen, Kapellen und vieles mehr. Ein Städtetrip Bamberg ist jede Anreise wert!

Kulinarisch bietet Bamberg alles, was das Herz begehrt. Lokale Speisen wechseln sich mit internationaler Küche ab. Dazu gilt Bamberg als eine der Bierhochburgen Deutschlands. Die vielen urigen Brauereigaststätten und Biergärten laden zum Verweilen ein. Ein original Bamberger Rauchbier wie beispielsweise das Aecht Schlenkerla Rauchbier sollte man sich nicht entgehen lassen. Und eine kleine Pause in einem der wunderschönen kleinen Cafés und Bistros ist immer eine gute Idee. Gerade auch, wenn man sich erholen mag von einem Einkaufsbummel durch die vielen schönen Läden in dieser tollen Stadt.

Uns hat Bamberg völlig begeistert und stellenweise auch überrascht. Die Gastfreundschaft der Menschen, die Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, die Möglichkeiten zum Verweilen, die bunte Welt und der einzigartige Flair dieser historischen, bildschönen Stadt… All das prägte unsere wunderbare Städtereise nach Bamberg.

Bamberger Dom

Bereits vor 1.000 Jahren wurde der erste Dombau auf Geheiß von Kaiser Heinrich II. erbaut. Nachdem die ersten beiden Bauten dem Feuer zum Opfer gefallen waren, ist der Bamberger Dom in seiner heutigen Bauform unversehrt. Stilistisch findet man Elemente aus der späten Romantik und frühen Gotik, was seiner Errichtung in der Zeit beider Stile im 13. Jahrhundert geschuldet ist.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten sind hier zu finden, wie z.B. das Hochgrab des heiligen Kaiserpaares Kunigunde und Heinrich II., der Bamberger Reiter, der Marienaltar und das Papstgrab von Clemens II.

Der Dom ist in der Regel ganz jährlich geöffnet. Führungen werden natürlich ebenfalls angeboten. Details sind am besten der Webseite zu entnehmen.

Altes Rathaus

Das Alte Rathaus ist eines der bekanntesten Motive Bambergs. Zahlreiche Fotos sind Zeuge dieses fantastischen Bauwerks. Errichtet ist es auf einer künstlichen Insel in der Regnitz. Laut einer alten Sage, erbauten die Bürger Bambergs das Gebäude hier, da der Bischof seinerzeit den Bürgern einen Bauplatz für ein gefordertes Rathaus verwehrte.

Die barocken Malereien auf den Seitenmauern des Hauptgebäudes beeindruckt den Betrachter nachhaltig. Überhaupt ist das Alte Rathaus mit allen darum zu findenden Gebäuden und Einrichtung einer der beeindruckendsten Orte Bambergs.

Neue Residenz

Vis-à-vis des Bamberger Doms, ebenfalls am Domplatz Bamberg gelegen, findet sich die Neue Residenz. Zwischen Anfang und Ende des 17. Jahrhunderts wurde der beeindruckende Bau in zwei Abschnitten errichtet. Daher lassen sich hier Elemente und Stile der Renaissance und des Barrockes finden. Die Neue Residenz diente als Wohnort und Arbeitsplatz der Bischöfe und diente der Unterstreichung ihrer Macht. Historische Ereignisse politischer und adeliger Natur gehören zur weiteren Geschichte des Prunkbaus.

Der nach unserem Empfinden günstige Eintrittspreis umfasste neben der frei zugänglichen Räumlichkeiten den Zutritt zu Bereichen, welche nur im Rahmen einer sehr interessanten Führung zu besichtigen sind. Neben atemberaubenden innenarchitektonischen Highlights, ist vor allem der Kaisersaal jeden Cent wert. Es verschlägt einem schier den Atem, wenn man diesen nur betritt und den Blick kurz schweifen lässt. Leider befand sich dieser zum Zeitpunkt unseres Besuches gerade in der Renovierungsphase, sodass viel herumstand, der Boden bedeckt war und sich die imposante Atmosphäre nicht vollständig entspannen konnte. Aber auch das Sichtbare war wirklich schon sehr beeindruckend!

Alte Hofhaltung

Ein weiterer Pflichtbesuch am Domplatz Bamberg ist die Alte Hofhaltung. Bereits vor rund 1.000 Jahren stellten die Vorgänger der Anlage, das Castrum Bamberg und die ehemalige Pfalz Kaiser Heinrichs II., zeitweise den Wohnsitz des Bischofs dar. Nach dem Dombrand 1185 entstand ein eingeschössiger Pallas, ersetzt im 16. Jahrhundert durch einen Prachtbau der deutschen Renaissance.

Alleine die historische Schöne Pforte, welche den Ein- und Ausgang zum Gelände darstellt, ist bereits ein kulturelles und bauhistorisches Highlight. Nach dem Betreten begrüßt uns der weitläufige, gepflasterte Innenhof umrahmt von den herrlichen Gebäuden und Anlagen. Leider fehlte uns die Zeit um Besuch des historischen Museums und der Katharinenkapelle.

Grüner Markt

Von Montag bis Samstag sorgen die Marktstände der Marktkaufleute mit ihrem umfangreichen Angebot an Obst und Gemüse für ein buntes Treiben. Rund um den Neptunsbrunnen, welcher hier Gabelmann bzw Gabelmoo genannt wird, erstreckt sich der Grüne Markt. Wir waren sehr angetan von den feilgebotenen Waren und den vielfältigen Eindrücken und Reizen für Augen, Nase und Gehör. Ein herrlicher Ort zum Schlendern und Verweilen. In der Weihnachtszeit gesellen sich Glühweinstände zum Geschehen.

Klein Venedig

Entlang der Ufer der Regnitz erstrecken sich knapp 30 malerische Fischerhäuschen aus dem 15. und 16. Jahrhundert, welche den Besucher vor lauter Entzücken fast ein Jauchzen entlocken. Wir konnten uns auf jeden Fall nicht entscheiden, welches der teilweise schiefen Schönheiten unser neues Zuhaue werden soll. Zu Fuß oder zu Schiff ist dieses grandiose Areal zu bewundern. Verrückt, wer es sich entgehen lässt! Und wer möchte, kann sich einer romantischen Gondelfahrt hingeben. Und die jährliche Sandkerwa samt Fischerstechen stehen nun auch auf unserer Bucket List.

Rosengarten

Angrenzend an die Neue Residenz Bamberg findet sich diese wunderschöne Gartenanlage. Rosen sind natürlich das Hauptthema, aber auch andere Blumen und Pflanzen haben hier ihre Heimat. Seinen Ursprung hat der Garten 1602, wobei der Rosenschmuck erst ab 1705 wirklich zur Entfaltung kam. Einen Umbau im Barockstil und mit seiner Symmetrie erfuhr die Anlage im Jahre 1733.

In der Sonne fanden wir die gut 3.500 m² Fläche bei unserem Besuch vor. Die umgebenden, niedrigen Mauern erlauben einen Panoramen reichen Blick auf das umliegende Bamberg. Der Rundbrunnen im Zentrum lädt mit seinen Bänken zur Pause ein. Von ihm abgehend, leiten vier Wege den Besucher entlang der Blütenpracht. Wir nutzten die schöne, ruhige Stimmung zum Runterkommen und Entspannen.

Karmelitenkloster St. Theodor

Mit Unterbrechungen reicht die Nutzung des Klosters bis ins 12. Jahrhundert zurück. Früher genutzt durch Zisterzienserinnen, hat es eine wechselhafte Geschichte hinter sich, bis es wie noch heute den Karmeliten eine Heimat bietet.

Unser kurzer Besuch reicht, um staunend und beeindruckt den wunderschönen Kreuzgang mit seinen romanischen Säulen zu erforschen. Er umsäumt den herrlichen Innenhof, welche sich in der Sonne badete. Leider ist der Klosterladen wohl dauerhaft geschlossen, was wirklich schade ist. Mit einer kleinen Spende kann man seinen Dank ausdrücken und den Bewohnern eine kleine Hilfe zukommen lassen.

Kloster St. Michael

Vor rund tausend Jahren, genau gesagt im Jahre 1015, gründete Bischof Eberhard diese beeindruckende Klosteranlage. Es durchlebte eine ereignisreiche Historie im Laufe der Jahrhunderte, bis es zu seiner heutigen Form und Bestimmung fand.

Leider konnten wir den größten Teil nicht besichtigen, da umfassende Renovierungsarbeiten anstanden. Sehr schade, denn es ist wirklich beeindruckend, was sich dort auftat. So nutzten wir zumindest einen kleinen Rundgang, um mehr Eindrücke zu bekommen. Ein schönes Restaurant mit einladendem Biergarten fand sich dort, welches das Klosterbräu bewarb. Leider zeigte sich das Personal fern ab der christlichen Nächstenliebe, sodass wir dort nicht zum Verweilen kamen. Und auch nicht wollten.

Im weiteren Verlauf fand sich noch ein schönes Café, schön in der Sonne gelegen. Wir zogen die sich bietenden Ansichten der Klosteranlage und die herrlichen Panoramen rundherum einer Einkehr vor. Abschließend besuchten wir noch den wirklich einladenden Klosterladen, wo wir ein paar Kleinigkeiten zum Andenken erstanden.

Schifffahrt auf Regnitz und Main-Donau-Kanal

Eine Schifffahrt die ist lustig… Und startet in diesem Fall am Ufer der Regnitz, unweit des Alten Rathaus Bamberg. Von dort geht es durch den linken Arm der Regnitz, vorbei am wunderschönen Klein Venedig.

Weiter geht es entlang der Regnitz. Wir müssen den Kopf einziehen, wenn wir Brücken passieren, so knapp ist es bemessen. Ein knapp 10-minütiger Aufenthalt in der Schleuse an der Spinnerei bringt uns auf die richtige Höhe für die Weiterfahrt in den Bamberger Hafen. Diesen durchfahren wir und holen uns hier weitere Eindrücke, ehe es zurück zum Ausgangspunkt geht.

Wir haben eine nette Fahrt gehabt. Die Informationen des Reiseführers waren recht informativ. Mit ein, zwei Kaltgetränken dabei war die Fahrt in der Sonne angenehm. Man muss sich vorher überlegen, ob die angesteuerten Ziele den Preis wert sind. Wir fanden es okay, sehen es aber nicht als in Muss bei einem Städtetrip Bamberg.

Restaurants, Cafés, Biergärten Empfehlungen

Gasthaus Kachelofen

Sehr uriges fränkisches Gasthaus in der Altstadt Bambergs. Regionale Kost, dazu ein leckeres Schlenkerla Rauchbier. Zur weiteren Stärkung wählten wir einen Krustenbraten mit Kloß und Sauerkraut, sowie hausgemachte Bauernbratwürste mit Bratkartoffeln und Sauerkraut. Beides kam zügig an und schmeckte wirklich super lecker! Die schöne Atmosphäre im gemütlichen Ambiente passte hervorragend. Dazu angenehmes Publikum und sehr nette Bedienung. Absolut empfehlenswert 🙂

Café Restaurant Zeis

Feines kleines Café um die Ecke des Alten Rathaus Bamberg. Wir saßen draußen auf der herrlichen Fläche zwischen dem Café und Brunnen. Wir wurden schnell und außerordentlich freundlich mit einem Lächeln begrüßt und bedient. Geordert hatten wir Milchkaffee, Latte Macchiato, heißen Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne und Blaubeerpfannkuchen ohne Sahne. Alles kam nett angerichtet, schnell und sehr gut schmeckend. Die Stimmung war super angenehm, keine Hektik oder laute Menschen. Fein dort.

Cafézimmer

Auf dem Weg zum Kloster St. Michael entdeckten wir dieses wundervolle Kleinod. Mit mehr Liebe kann man kein kleines, außerordentlich schönes Café führen. So viel Hingabe wünscht man sich bei jeder Einkehr. Die Fülle an Details und das feine Händchen für Interieur, Speisen und Getränke ist sofort sichtbar und spürbar. Wir ergatterten einen der raren Plätze draußen in der Sonne, wo wir eine heiße Schokolade und eine Saftschorle genossen. Selbst diese Kleinigkeiten atmeten die Schönheit dieses kleinen Cafés. Ein perfekter Platz für ein Gewitter am Herbstabend, einem spannenden Buch, noch mehr heiße Schokolade und einem leckeren Stück vom angebotenen Kuchen. Ein Ort zum Verlieben! 🙂

Eine Auswahl weiterer Sehenswürdigkeiten

Leider schafften wir es in den beiden Tagen nicht, alles zu sehen, was wir uns auf die Liste gepackt haben. Hier ein paar weitere Sehenswürdigkeiten, die wir aus dem Bauch heraus empfehlen wollen:

Hier noch ein paar weitere Impressionen, um die Schönheit dieser beeindruckenden Stadt zu zeigen.

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Jochen Califice

Jochen Califice

Frei und raus. Wandern, Outdoor, Sport. Und immer auf der Suche nach Herausforderungen und Spaß. In meinem Blog möchte ich das Erlebte festhalten und teilen. Inspirieren, motivieren, beraten. Und einfach genießen zu schreiben 🙂

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