Städtereise Regensburg

Die Geschichte von Regensburg geht zurück bis in die keltische Zeit (ca. 400 v. Chr.). Aus der ursprünglichen Siedlung entwuchs eine der schönsten Städte Bayerns. Mit seinen über 150.000 Einwohnern steht die Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz auf Platz vier der größten Städte des Freistaats. Eine Städtereise Regensburg birgt viele tolle Momente und bleibende Eindrücke.

Seine Blütezeit erlebte die Universitätsstadt im Mittelalter, in welcher Regensburg von 1663 bis 1803 Tagungsort des immerwährenden Reichstags war. Auch die Lage an der Donau begünstigte den wirtschaftlichen Aufschwung. Bot sie doch beste Voraussetzungen für den erfolgreichen Fernhandel, welche nicht nur die Patrizier zu nutzen vermochten.

Bis heute zeugen viele Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten von der Pracht dieser wunderbaren Stadt. Steinerne Brücke, der gotische Dom St. Peter und natürlich die Regensburger Altstadt – seit 2006 offizielles UNESCO-Weltkulturerbe – sind hier nur ein paar wenige Beispiele sehenswerter Orte der kreisfreien Universitätsstadt.

Wir hatten eine tolle Zeit bei unserer Städtereise Regensburg. Dabei erkundeten wir auch einige Highlights im Umland. Stets begleitet von der herzlichen und freundlichen Art der Menschen in und um Regensburg. So war Aufenthalt eine tolle Erfahrung, welche wir euch allen absolut empfehlen möchten.

Gotischer Dom St. Peter

Der Bau der gotischen Kathedrale des Bistums Regensburg begann im Jahre 1275. Seit 1450 ist das Gebäude überdacht und wird seit dieser Zeit von vielen Gläubigen besucht und benutzt. Zum Beten, Gottesdienste feiern, also Ort der Stille. Beeindruckend sind vor allem die aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammenden Buntglasfenster.

Der Regensburger Dom St. Peter beherbergt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie z.B. der Hochaltar aus Silber und vergoldetem Kupfer, die fünf gotischen  Baldachin- oder Ziboriumaltäre, die beeindruckende Rieger-Orgel oder die zahlreichen Glasmalereien, um nur einige zu nennen.

Der Dom ist in der Regel ganzjährig besuchbar und bedingt rollstuhlgerecht, was ihn zu einer für alle gut zugänglichen Sehenswürdigkeit macht. Ein Muss bei einer Städtereise Regensburg.

Steinerne Brücke und Donauufer

Die Steinerne Brücke gehört gemeinsam mit dem Dom St. Peter zu den bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt Regensburg. Im 12. Jahrhundert erbaut, wurde sie seinerzeit als echtes Weltwunder des Mittelalters angesehen. Die rund 300 Meter lange Brücke verbindet über die Donau hinweg den Stadtteil Stadtamhof mit der Regensburger Altstadt.

Wer die Brücke überquert, findet zahlreiche einladende Gebäude und Orte zum Verweilen am Ufer der Donau. Gerade an warmen Abenden finden sich hier viele Menschen ein, um die wundervolle Stimmung einzufangen und in den Strahlen der untergehenden Sonne zu baden. Das sollte man auf einer Städtereise Regensburg nicht verpassen! 🙂

Kollegiatstift unserer Lieben Frau zur alten Kapelle

Nicht weit vom Dom entfernt, am Alten Kornmarkt, findet sich dieses wunderbare Bauwerk, welche als älteste Kirche Bayerns gilt. Ihre Geschichte geht zurück bis in die Römerzeit. Ab dem Jahre 1747 wurde die ursprünglich dreischiffige Basilika im Stile des bayerischen Rokoko umgestaltet. Das Gnadenbild mit der Darstellung der Heiligen Mutter Gottes mit dem Jesuskind ist nur eine der Sehenswürdigkeiten der Kapelle.

Fürstliches Schloss St. Emmeran der Fürstenfamilie Thurn und Taxis

Schloss St. Emmeran in Regensburg ist das größte Schloss Deutschlands, welches noch in privater Hand ist. Ursprünglich ein Benediktinerkloster aus dem 8. Jahrhundert, ging das ungenutzte Stiftsgebäude von St. Emmeran im 19. Jahrhundert als Schenkung in den Besitz der Fürstenfamilie Thurn & Taxis über.

Das Schloss kann per Führung besichtigt werden. Während unserer gut 80 Minuten anhaltenden Schlossführung fanden wir beeindruckende Räumlichkeiten vor und erfuhren viele geschichtliche Details. Stets humorvoll und kurzweilig moderiert durch unsere sehr freundliche und kompetente Führerin. Die Führung können wir wirklich empfehlen!

Leider ist das Fotografieren in den Innenräumen auch während der Führung verboten. Daher hier auch nur Bilder von den Außenanlagen. Wir können die Tour aber uneingeschränkt empfehlen, war sie doch ein Highlight der Städtereise Regensburg! Einige Bilder als Appetitanreger finden sich auch auf der Webseite der Fürstenfamilie 🙂

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Dreieinigkeitskirche

Die Dreieinigkeitskirche ist eine der frühsten Zeugnisse des protestantischen Glaubens in Regensburg. In nur knapp viereinhalb Jahren entstand zwischen 1627 und 1631 wurde dieses durch seine Schlichtheit Demut erwirkende Gotteshaus erbaut. Das 1630 erbaute Gestühl ist bis heute im Original in Benutzung.

Ein Highlight ist das hinauflaufen fast bis zur Spitze des Nordturms. Acht Stockwerke geht es hinauf im teils sehr engen Treppenhaus. Vorbei an der Kirchenglocke, über stets recht schmale und niedrige Treppen. Der Aufstieg lohnt ungemein. Oben auf seinem Umgang findet man spektakuläre Ausblicke auf Regensburg und das Umland mit all seinen schönen Bauwerken. Der Zugang ist fast den gesamten Sommer über möglich.

Herzogspark

Im nordwestlichen Teil der Altstadt befindet sich dieser kleine, idyllische Stadtpark. Markant sticht hier der knapp 700 Jahre alte Prebrunnturm hervor, ein knapp 10 Meter hoher Torturm.

Wir haben uns bewusst für einen Besuch dieser grünen Oase entschieden, da wir hier mit weniger Publikum und mit mehr Ruhe gerechnet haben. Mit dieser Annahme lagen wir goldrichtig.

Die abwechslungsreiche Grünanlage lädt an jeder Ecke zum Verweilen ein. Hier ein schöner, Schatten spendender Baum. Dort eine schöne Pflanze mit Namensschild. Das Ganze verteilt auf mehrere Ebenen. Samt Rosengarten und dem Renaissancegarten als Herzstück der Anlage. Dazu Teichanlage und Springbrunnen. Zahlreiche Bänke und Steine laden zum Verweilen und Seele baumeln lassen ein. Haben wir danken angenommen und hier eine sehr entspannte Pause während unsere Städtereise Regensburg verbracht 🙂

Dompfarrkirche Niedermünster

Die Geschichte der Niedermünsterkirche Regensburg geht zurück bis ins 3. Jahrhundert, als sich an dieser Stelle römische Militärgebäude befanden. Im 7. Jahrhundert wurde auf der nun brachliegenden Fläche das erste Kirchengebäude erbaut. Nach einem verheerenden Brand im Jahre 1152, wurde die Kirche in der Folge im romanischen Stil neu errichtet. Als ehemalige Stiftskirche trat sie im Jahre 1821 die Nachfolge von St. Ulrich als Dompfarrkirche an.

Zu den Highlights zählt der goldene Schrein mit den Reliquien des Heiligen Eberhard.

Donaudurchbruch und Kloster Welternburg

Unweit von Regensburg, im schönen Kelheim, finden sich die Anlegestellen für eine wunderschöne Schifffahrt. Über die ruhige Donau geht es durch den Donaudurchbruch mit Ziel Kloster Welterburg.

Seit Millionen von Jahren bahnt sich die Donau ihren Weg durch den Donaudurchbruch „Weltenburger Enge“. Gesäumt wird ihr Weg durch die steil aufragenden Kalkfelswänden. Bis zu 70 Meter hoch erhebt sich das Massiv zu beiden Seiten. Imposant zu erkunden per Bootsfahrt, beim Wandern oder Radfahren. Aus guten Gründen wurde das Gebiert bereits 1840 durch König Ludwig I. zum ersten Naturschutzgebiet Bayerns erhoben.

Natürlich legen wir am Ufer nahe dem Kloster Weltenburg an. Im Jahr 600 gegründet, ist es die älteste klösterliche Niederlassung Bayerns. Die heutige Benediktinerabtei beherbergt die im 18. Jahrhundert errichtetet, barocke Abteikirche, deren Besichtigung wir empfehlen.

Im Anschluss natürlich einen Besuch des Biergartens im Klosterhof. Bereits vor über 1.000 Jahren brauten Mönche das Weltenburger Bier. Somit findet sich hier die älteste Klosterbrauerei der Welt. Verschiedenste Biere und Speisen laden zum Verweilen und genießen ein.

Befreiungshalle Kelheim

Nur wenige Kilometer südwestlich von Regensburg findet sich dieses beeindruckende Monument mit seiner gut 45 m hohen Kuppelhalle. König Ludwig I. ließ die Denkstätte zur Erinnerung an die siegreichen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege zwischen 1813 und 1815 errichten. Sowie als Mahnmal an die Einheit Deutschlands.

Die 18 Kolossalstatuen an der Außenseite dienen als Allegorien für die deutschen Volksstämme und ihre Anzahl erinnert an das Datum der Völkerschlacht von Leipzig, in welcher die Truppen Napoleons vernichtend geschlagen wurden. Im Inneren finden sich kreisförmig angeordnet Siegesgöttinnen und die reiche Kassettendecke. Die Galerie im Inneren bietet einen tollen Blick aus der Höhe. Sowie die Außengalerie Weitblicke auf die Donau und das Umland.

Walhalla Donaustauf

Im nahen Donaustauf erhebt sich die Walhalla über die Donau. Benannt nach der Walhall, der Halle für gefallenen Krieger in der germanischen Mythologie, dient sie von Beginn an als Gedächtnisort zur Würdigung verdienter deutscher Männer und Frauen. Aktuell finden sich 131 Büsten und 65 Gedenktafeln in dem 1842 eröffneten klassizistischen Bau.

Der Tempelbau, umgeben von zahlreichen Säulen, entstand auf einen an die Athener Akropolis angelehnten Entwurf hin und ist innen wie außen mit kostbarem Marmor verkleidet. Auf der Frontseite findet sich der gewaltige, gestufte Unterbau, welcher ursprünglich die Büsten noch zu ehrender Personen aufnehmen soll, was aber aus politischen Bedenken heraus verworfen wurde.

Weitere Impressionen der Städtereise Regensburg

Jochen Califice

Frei und raus. Wandern, Outdoor, Sport. Und immer auf der Suche nach Herausforderungen und Spaß. In meinem Blog möchte ich das Erlebte festhalten und teilen. Inspirieren, motivieren, beraten. Und einfach genießen zu schreiben 🙂

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