Rheinsteig Loreley Extra-Tour Rundweg

rheinsteig-loreley-extra-tour-rundweg-360Wir sind Weltmeister! Endlich möchte man sagen. Zumindest ich. So schön wie die Zeit und das Schwelgen in Euphorie doch war: Es war keine Zeit mehr für Touren. Und jetzt ist es wieder Zeit dafür Und zwar allehöchste wenn man merkt wie man abgebaut hat beim Joggen etc. Also rein ins Auto und ab nach Sankt Goarshausen, genauer gesagt zur Loreley. Denn hier befindet sich ein wunderbares Fleckchen Heimatland, namentlich die Loreley. Und neben den vielen Premiumwegen wie Rheinsteig etc auch ein 15,5 km Rundeweg. Dieser nennt sich Rheinsteig Loreley Extra-Tour und wird heute angegangen!

Ausgangspunkt der Tour ist das Loreley Besucherzentrum im wunderschönen Sankt Goarshausen im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Hier kann man bequem sein KFZ für einen Euro (Parkplatz vorne) bis fünf Euro (Parkplatz am Besucherzentrum) den ganzen Tag abstellen. Weg mag kann sich dann gleich noch in Besucherzentrum begeben und mit Kartenmaterial und Souvenirs, Bekleidung etc eindecken. Ich habe nur kurz einen Blick reingeworfen und beschlossen, dass ich mich für den erfolgreichen Abschluss der Tour bei Temperaturen naher der 30 Grad auf dem Rückweg mit einer Flasche des leckeren lokalen Rieslings belohne. Also frei nach dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ erst mal ab zum Start der Tour.

Es gibt zwei Mögliche Richtungen. Was bei einem Rundweg ja irgendwie logisch ist. Ich entscheide mich für den Weg an der Sommerrodelbahn vorbei. Und hier verlaufe ich mich doch tatsächlich kurz auf den ersten Metern! Egal, sind am Ende halt 50m mehr, tut Bauch und Beinen sicher gut 🙂

Die Strecke begrüßt mich mit einem kleinen Anstieg von vielleicht 100m. Oben angekommen dann erst mal an Feldern vorbei mit den ersten Panoramen. Bereits nach wenigen Minuten erhascht man den ersten Blick hinunter auf den Rhein. Es macht sich sofort die Vorfreude bemerkbar auf das was noch kommen mag… Nach knapp 1,2 km geht der Weg in das erste kleine Waldstück. Hier geht es dann über schmale, feine Wege abwärts in Richtung Rheinufer. Trittsicherheit und ordentliches Schuhwerk sind hier gefragt, die Knie und entsprechenden Muskeln melden sich auch schnell zu Wort. Zwischendrin gibt es immer wieder mal herrliche Ausblicke auf den mäandernden Rhein.
Völlig unerwartet gibt es dann aber noch ein überraschendes Hindernis. Es befindet sich tatsählich ein Elektrozaun auf dem Weg, welcher durch eine beidseitige kleine Leiter überwunden werden muss. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Für kleine Kinder und Hunde ist das sicherlich ein etwas größeres Hindernis… Ich habe den Vorteil der Größe und komme problemlos drüber. Kurze nach dem ersten Überstieg werde ich dann durch einen freien Blick auf den Rhein und die angrenzenden Dörfer und Burgen belohnt. Und natürlich den Loreley-Felsen. Sehr malerisch das Ganze, wirklich absolut meinen hohen Erwartungen an diese Tour gerecht werdend. Mir frohlockt das Herz in der Brust! 🙂

Nach den obligatorischen Fotos gehe ich den Rest des Weges hinunter zum Rhein-Ufer. Herrlich direkt neben diesem imposanten Fluß her zu laufen, die frische Lust aufzusaugen und umringt von der tollen Landschaft den Schiffen und Menschen in der nahen Umgebung zuzuschauen. Es kommt gleich etwas Urlaubsfeeling auf. Schade dass es bis dahin noch drei Wochen Arbeiten sind… 🙂

In der Altstadt von Sankt Goarshausen angekommen, werden wir auf eine… wie sagt man es am besten… etwas steileren, einer Treppe ähnlichen Weg geleitet. Sieht malerisch aus, bietet tolle Ausblicke auf die Landschaft. Und diese Momente für Sightseeing nutzt man bei diesem Aufstieg gerne! Das hat fast schon alpinen Charakter kommt’s mir vor. Der Weg ist mit „knackig“ wirklich  unter seiner Würde beschrieben. Gefühlt 20 Minuten (mit kruzer Pause) quäle ich mich hinauf. Und wie so oft bei solchen Wegen wird man oben auch belohnt. In diesem Fall mit einem Rastplätzchen und einem tollen Panoramablick hinunter auf Sankt Goarshausen, den Rhein und die Felsen drum herum. Ich nehme mir Zeit und lasse alles wirken und genieße es, dass mein Puls und ich wieder zur Ruhe kommen.

Weiter geht’s ab hier über ein gutes Stück Feldwege und dann ab in das zweite Waldstück. Auch dieses bietet wieder tolle Wege mit schönen Foto-Motiven. Der Weg führt vorbei an der Bornsmühle mit angrenzendem Bach, durch den schnucken Wald zurück auf Feldwege, vorbei an wundershcönen Wiesen mit erneut tollen Blick weit über das Umland. Herrlich! Und angrenzend an den Weg treffe ich auf die „Rheinsteig-Rast„, ein nettes kleines Restaurant mit sehr humanen Preisen. Ich gönne mit eine 0,2er Weißwein-Schorle für gerade mal 2 Euro. Dafür bekomme ich einen sehr empfehlenswerten lokalen Wein kredenzt. Dazu nehme ich eine Mahlzeit mit hausmacher Blutwurst, Leberwurst und Schwatenmagen auf Brot. Auch hier sind 3,60 Euro eher ein Schnäppchen. Na gut, die Wurst ist jetzt nicht die leckerste und alles nicht gerade hübsch angerichtet, aber den schmalen Preis locker wert und es macht absolut satt. Schade, dass nicht noch Platz für den ausgeschriebenen Kuchen ist. So ziehe ich also ohne diese zu probieren wieder meine Kreise auf der Tour…

Nach einem kleinen Aufstieg auf Feldwegen komme ich am Kopf eines wunderschönen Weinberges an. Dieser lässt sich weit überblicken und gibt erneut einen Teil des Rheins frei für Fotos. Ich verweile ein Stück und nutze die Zeit für ein paar Erinnerungsfotos, ziehe dann weiter und komme schlussendlich auf der Aussichtsplattform auf dem Loreley-Felsen an. Hier zeigt es sich gleich, dass ich im Zentrum der Touristen-Attraktionen angekommen bin. Entsprechend mache ich nur ein paar Abschlussfotos und dann gleich weiter zum Schlussspurt zurück zum Besucherzentrum, dem Ausgangs- und Endpunkt dieses tollen Rundwegs.

Fazit zum Rheinsteig Loreley Extra-Tour Rundweg

Diese Tour bietet annähernd alles was das Wanderherz erfreut. Wald, Wiesen, Weinberge, Burgen, Wasser in groß und klein, malerische Dörfer, Aufsteige, Abstiege… Sehr viel Abwechslung in Umgebung und Anstrengung. Ein toller Track, welchen ich ohne Bedenken jederzeit weiterempfehlen würde. Allerdings sollte man Trittsicherheit, entsprechend gescheites Schuhwerk und Kraft bzw Kondition mitbringen. Die Tour wurde mehrfach als „schwer“ ausgezeichnet. Ich würde sagen sie ist mittel bis schwer. Ein großer Teil ist ohne besondere Anforderungen an die Kondition machbar, aber die schweren Abschnitte verlangen dann wirklich Kraft und Kondition. Wer sich davor nicht scheut, wird mit einigen tollen Stunden in der Natur und schönen Erinnerungen belohnt.

Zusammenfassung der Tour

Ausgangs- und Endpunkt: Loreley Besucherzentrum, Sankt Goarhausen
Strecke: Rund 15,5 km
Dauer: Mit kleinen Pause ca. 4 bis 4,5 Stunden
Schwierigkeit: Mittel bis schwer. Streckenweise eine größere Herausforderung an Kondition und Kraft.
Wege: Wald, Wiesen, am Fluss entlang, am Weinberg entlang, alles dabei und bunt gemischt
Klettersteig: Nein
Rundweg: Ja
Schwindelfreiheit: Stellenweise erforderlich
Trittsicherheit: Stellenweise erforderlich
Ausschilderung: Sehr gut ausgezeichnet, Hinweisschilder zu fehlenden Markierungen sollten dringend beachtet werden!
Die GPX-Datei ist bei GPSies verfügbar: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=onmezverwytvroxe
Wanderkarte: Nicht notwendig, bestens ausgeschildert

 

Jochen C

Frei und raus. Wandern, Outdoor, Sport. Und immer auf der Suche nach Herausforderungen und Spaß. In meinem Blog möchte ich das Erlebte festhalten und teilen. Inspirieren, motivieren, beraten. Und einfach genießen zu schreiben 🙂

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